UMMO
Ein Kunst-am-Bau-Projekt von Jonas Studer in Zusammenarbeit mit den Schülerinnen und Schülern der Schule Umiken
Das UMMO-Projekt ist ein Kunst-am-Bau-Projekt von Jonas Studer in Zusammenarbeit mit den Schülerinnen und Schülern der Schule Umiken. Es knüpft an eine alte Erzählung an, nach der UMMO mit seiner Sippe im Frühmittelalter in Umiken einen besonderen Ort fand und sich dort niederliess. In einem prozessorientierten künstlerischen Prozess wird diese Geschichte neu interpretiert und in einem gemeinschaftlichen Werk sichtbar gemacht, als Ausdruck der Identifikation mit dem Ort und seiner Geschichte.
Über Jonas Studer
Jonas Studer ist Künstler und Kunstpädagoge aus Brugg. In seiner Arbeit verbindet er künstlerische Praxis mit Bildung und gesellschaftlichen Fragen. Als Künstler initiiert und begleitet er partizipative und gemeinschaftsstärkende Projekte, bei denen der Weg – der kreative Prozess – genauso wichtig ist wie das Ergebnis. Sein Schwerpunkt liegt auf projektbasiertem und prozessorientiertem Arbeiten, das Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Raum für Begegnung, Austausch und neue Perspektiven eröffnet.
Seine künstlerische Haltung ist geprägt von der Idee des Verflochten-Seins, zwischen Menschen, Natur und Raum. Wie das feine Geflecht eines Myzels durchdringen seine Projekte soziale und räumliche Strukturen, verbinden Einzelnes zu einem lebendigen Ganzen und schaffen Orte, an denen Gemeinschaft wachsen kann. Oft geschieht dies in Form von rituellen Momenten des Teilens und Gestaltens, in denen Kunst zu einem Medium der Verbindung und Erneuerung wird.
Beschreibung des UMMO-Projekts
Das UMMO-Projekt ist ein Kunst-am-Bau-Vorhaben in Zusammenarbeit mit den Schülerinnen und Schülern der Schule Umiken. Ausgangspunkt ist eine alte Erzählung, nach der UMMO mit seiner Sippe im Frühmittelalter in Umiken einen besonderen Ort fand und sich dort niederliess. Diese Sage bildet den Boden, auf dem das Projekt wächst.
Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern wird die Geschichte von UMMO neu entdeckt, eine Geschichte, die die vier Elemente verbindet: Feuer, Erde, Wasser und Luft. Im Mittelpunkt steht das Feuerritual, das seit jeher Wärme, Schutz und Gemeinschaft symbolisiert. Es erinnert an jene Momente, in denen Menschen am Feuer zusammenkamen, um sich Geschichten zu erzählen, Wissen zu teilen und ihre Zugehörigkeit zu spüren.
An einem eigens geschaffenen Feuerort gestalten sie Talisman-Symbole aus Erde und Wasser, Zeichen ihrer Verbindung zu Ort und Gemeinschaft. Jedes Jahr übernimmt eine Klasse die Aufgabe, neue Talismane für das Ritual zu formen. Die anderen Klassen tragen auf unterschiedliche Weise zum gemeinsamen Ereignis bei: als Feuerhütende, Holzsammelnde, durch Gesang, Spiel oder Erzählung.
Im Feuer werden die Talismane gebrannt und verwandelt: Aus Ton wird Stein, aus Form wird Symbol, aus Hitze entsteht Bestand. Diese alchemistische Wandlung vereint die Elemente und lässt das Unsichtbare sichtbar werden, ein künstlerischer Akt der Transformation, der den Geist von UMMO jedes Jahr aufs Neue in die Gemeinschaft einlädt.
So entsteht ein lebendiges, wachsendes Kunstwerk: ein Ort des Feuers, der Erinnerung und der Begegnung – getragen vom gemeinsamen Schaffen vieler Hände und Herzen.
Zeitplan
3. November 2025 – erste Talismane werden gebrannt
28. Januar 2026 – Grundsteinlegung des neuen Schulhaues (erste Talismane kommen in eine Zeitkapsel für die Grundsteinlegung)
August 2026 – Der Feuerort wird gebaut
Herbst 2026 – Das erste UMMO-Feuer-Ritual wird durchgeführt
2027/2028 – Das Bauprojekt wird abgeschlossen und die jährliche Durchführung des UMMO-Feuer-Rituals ist initiiert
Weitere Informationen zur Erweiterung und Sanierung der Schulanlage Umiken sind auf der Website der Stadt Brugg unter Link zu finden.
Zur Fotogalerie des Projekts Kunst am Bau: Fotogalerie UMMO