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Römisch träumen der Klasse 4g vom Stapferschulhaus

Am Donnerstag, den 12. Juni 2025, sind wir nach Vindonissa zum nachgebauten Legionärslager.

Man musste durch ein Zeittor, dann war man offiziell Legionär. Es gab nur Männer damals, darum musste jeder ein Mann sein und 17 Jahre alt sein. Jeder Legionär hat sich freiwillig gemeldet, dass er 25 Jahre lang dableibt, aber natürlich war es bei uns eigentlich nur 2 Tage.  

Wir haben gelernt zu kämpfen und zu marschieren. Beim Kämpfen bekam jeder ein Schild (Scutum) und einen Speer (Pillum). Der Kampf ging so: Wir gingen zu einer Wiese, da suchte man sich einen Kampfpartner aus und dann hat er zum Beispiel das Schild hochgemacht und unten zugestochen und der anderen musste das Gegenteil machen. Wenn jemand den anderen mit dem Pilum berührt hat, mussten sich beide einen anderen Kampfpartner suchen. In der linken Hand trägt man immer das Schild und in der rechten Hand das Pilum. 

Wir mussten oft Liegestützen machen als Strafe, zum Beispiel beim Reinreden. Und nicht nur für den, der es machte, sondern für alle. Unser Essen mussten wir selbst kochen. Zum Frühstück gab es Brot und zum Abendessen gab es Puls (so eine Art Suppe mit Getreide und Gemüse, im Topf gekocht). Am Lagerfeuer am Abend sassen wir dann noch alle zusammen und es wurde eine Geschichte erzählt. Eine Geschichte über Odysseus und seine Freude und Zyklopen. Die Geschichte war ein bisschen gefährlich, aber nicht so gefährlich, dass man Albträume bekommt. 

Man schläft in Zimmern, die heissen Contubernium. In einem Zimmer sind immer acht Legionäre, es war nach Mädchen und Jungen aufgeteilt. Aber auch wenn es sechs waren, zählten sie einfach 1,2,3,4,5,8, weil es immer acht sein sollten. Es gab verschiedene Betten, in ein paar Zimmern gab es nur unten Betten, in ein paar Zimmern oben und unten. Aber es gab keine Leiter, man musste hochklettern ohne Hilfe. Man hatte nur ein kleines Fenster, ohne Glas, nur Gitterstäbe und es gab kein normales Licht (damit es wie bei den Römer ist). Es gab auch eine Nachtruhe. Wenn man die Nachtruhe nicht einhielt, mussten alle aus dem Zimmer raus. Sie zeigten einen Punkt auf der Wand und alle mussten auf den Punkt schauen, bis sie sagten, sie können wieder rein. Eine Gruppe musste das machen. Es war sehr warm, aber in der Nacht war es angenehm kühl. 

Wenn sie mit der Tuba spielten, dann mussten sich alle sofort vor die Zimmertür hinstellen. Das war immer sehr lustig, weil auch wenn man auf dem WC sass, musste man schnell die Hose hochziehen, Hände waschen und sofort da hinkommen. Am Morgen haben sie die Tuba auch gespielt zum Wecken. Wir haben uns dann sofort angezogen und dann gab es ein Morgentraining. Nach dem Frühstück und der Verabschiedung haben wir noch einen Rätselpfad gemacht, um den goldenen Adler zu finden, damit wir die Legion retten konnten. Das war cool!

Hanna Boye, 4g