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Schule Brugg
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Schulraumplanung Brugg


  
Am 11.6.2013 informierte der Stadtrat den Einwohnerrat, Mitarbeitende und Behörden der Nachbargemeinden über den Bericht zur Schulraumplanung im Zusammenhang mit der Stärkung der Volksschule Aargau.

Von März 2012 bis März 2013 wurde der Brugger Schulraum im Allgemeinen und in Bezug auf die Umstellung auf 6 Primar- und 3 Oberstufenjahre intensiv untersucht.
In einer ersten Phase erfolgte eine Bestandesaufnahme des Zustandes der Schulliegenschaften, der aktuellen Raumbelegung und der Auslastung, die Klärung der Raumbedürfnisse für die künftige Unterrichtsnutzung sowie die Schülerfortschreibung für die nächsten 5 Jahre. Die Ergebnisse der ersten Phase wurden im September 2012 den Behörden und Mitarbeitenden vorgestellt.
In der zweiten Phase wurden die Erkenntnisse verdichtet und darauf aufbauend die nachfol-genden Themen erarbeitet:
  • Schülerprognose bis 2025 unter Einbezug möglicher Entwicklungsszenarien der Stadt Brugg
  • daraus sich ergebender zukünftiger Raumbedarf
  • mögliche Umsetzungsvarianten pro Standort, inkl. kurz-, mittel- und langfristiger Perspektive
Die Umsetzungsvarianten wurden einer Machbarkeitsprüfung unterzogen. Dazu wurde der Bericht durch einen Umsetzungsvorschlag mit Kostenschätzungen ergänzt.

Die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Bericht:

Kindergarten

  

  • Die rege Bautätigkeit und die damit verbundene wachsende Kinderzahl kann vorläufig in den bestehenden 4 Kindergärten Sommerhalde und Weiermatt aufgefangen werden.
  • Durch das ungleichmässig verteilte Wachstum sind z.T. längere Kindergartenwege zu bewältien.
  • Für Kinder aus Lauffohr könnte der Dorfkindergarten reaktiviert werden, sobald die Kinderzahl über mehrere Jahre ca 16 Kinder beträgt.
  • Im Quartier Bodenacker und Umiken ist die Kinderzahl steigend, die Kindergärten sind z.T. überbelegt.

Primarschule

  • Umiken: Die Schülerzahl wird sich von 2013 bis 2016 etwa verdoppeln. Aus den heutigen zwei Abteilungen werden in zwei oder drei Jahren vier Abteilungen.
  • Das Gebiet Bodenacker und Zentrum wird für jeden Jahrgang 2 - 3 Abteilungen benötigen. Die bisherige Zuteilungspraxis bewährt sich nicht mehr, weil die starre Grenze zwischen Bodenacker und Stapfer in beiden Schulhäusern ungleiche Abteilungsgrössen bewirkt. Durch eine Flexibilisierung der Zuteilung zwischen den beiden Schulhäusern können die Abteilungsgrössen ausgeglichener gestaltet werden.
  • Es ist Gegenstand von Abklärungen, ob pro Jahrgang zwei Abteilungen im Stapfer und eine im Bodenacker geführt werden kann (Priorität)oder ob die Abteilungen nach einem bestimmten System zwischen Bodenacker und Stapfer aufgeteilt werden.
  • Beide Varianten benötigen zusätzlichen Schulraum.
  • Im Bodenacker fehlen Räume für die Tagesstrukturen.
  • Die Primarschule Au-Erle wird pro Jahrgang zwei Abteilungen benötigen. Durch Verlagreung von Fach- und Spezialräumen in das Langmattschulhaus, wird die Strukturreform ohne zusätzlichen Schulraum umsetzbar sein.
  • Die Au wird zum Unterstufen-Schulhaus (Klasse 1 - 3), die Erle zu einem Mittelstufenschulhaus (Klasse 4 - 6).

Oberstufe

  

  • Auf Grund des Systemwechsels gehen die Schülerzahlen der Oberstufe zurück.
  • Im Freudensteinschulhaus, das in den letzten Jahren chronisch überbelegt war, gibt es Raum für die notwendigen Zusatzräume (Gruppenräume, Besprechungsraum, etc.).
  • Das Im Hallwylerschulhaus können die notwendigen Zusatzräume analog Freudenstein realisiert werden.
  • Die Sekundarschule und die Bezirksschule wird in den nächsten Jahren in jedem Jahr 3-klassig geführt, wobei die Abteilungszahlen eher an der oberen Grenze liegen und in einzelnen Jahrgängen mit 4 Paralleklassen gerechnet werden muss.
  • Die Schülerzahlen werden an der Oberstufe in etwa 4 Jahren wieder zunehmen.
  • Die Realschule im Langmattschulhaus verfügt über ausreichend Schulraum und kann ab 1.8.2014 ein paar Spezialzimmer der Primarschule Au-Erle aufnehmen.

Aus dieser Analyse ergeben sich folgende Teilprojekte:

  

  1. Die Primarschulanlage Au-Erle wird auf 14 Abteilungen ausgelegt, die Realschule auf 6 Abteilungen. Dies eröffnet die Möglichkeit, einzelne Nutzungen aus der Primarschule Au-Erle in die Realschule Langmatt zu verschieben. Die Massnahmen werden voraussichtlich bis 1.8.2014 umgesetzt.
  2. Das Schulhaus Hallwyler wird langfristig auf 12 Abteilungen, kurzfristig auf 10 Abteilungen ausgelegt. 3 Räume werden als Fach- und Gruppenräume umgenutzt. Ein Zimmer wird für den TW-Unterricht für die Sekundarschule benötigt (bisher im Schulhaus Bodenacker).
  3. Das schulhaus Freudenstein wird auf max. 10 Abteilungen beschränkt. Einzelne Fachräume werden wie aktuell ausgelagert.
  4. Zusätzlicher Kindergarten für Altenburg-Umiken: es werden Varianten geüprüft auf dem Areal der schlüssel-Überbauung und am jetzigen Standort bei der Fachhochschule.
  5. Das Schulhaus Stapfer wird auf 13 Abteilungen ausgelegt. Therapieräume werden ins ehemalige Hauswartswohnhaus verlegt, die Tagesstrukturen ins Lateinschulhaus. Für die Unterbringung des Raumprogrammes für 13 Abteilungen wird zusätzlicher Schulraum benötigt. Wie das in zusammenhang mit der Denkmalpflege realisiert werden kann, wird gegenstand von Verhandlungen sein. Die Erweiterung soll im Zuge der vorgesehenen Gesamtsanierung vorgenommen werden.
  6. Der Bedarf für den Kindergarten Bilander hat sich erhärtet. Die Umsetzung des bereits bewilligten Projektes soll lanciert werden.
  7. Die Auslegung des Schulhauses Bodenacker bleibt bis auf weiteres bei 7 Abteilungen (inkl. Einschulungsklasse). Die entsprechende Entlastung erfolgt durch die Auslagerung der Tagesstrukturen in einen Anbau oder in einer anzumietenden Liegenschaft.

Es bleiben folgende strategische Optionen:

  

  1. Erweiterung des Schulhauses Bodenacker, falls ein Anbau beim Stapferschulhaus nicht möglich ist. Deshalb sollen die Grundstücke der Parzelle 2017 (Schrebergärten) in der Zone für öffentliche Bauten verbleiben.
  2. Falls im Schulhaus Umiken vier abteilungen nötig werden, wird mit flexibler Möbilierung und Umnutzung von Räumen reagiert.
  3. In die Hauswartwohnung Freudnestein könnten Spezialräume ausgelagert werden.
  4. Je nach der Entwicklung der Kinderzahlen könnte das zurzeit durch die Spielgruppe "Sünneli" genutzte Gebäude wieder als Kindergarten reaktieviert werden.
  5. Die Landreserve gegenüber dem Schulhaus Langmatt soll in der Zone für öffentliche Bauten bleiben.
  6. Sollte die Realisierung eines zusätzlichen Kindergartens auf dem Areal der heutigen Fachhochschule oder in der Überbauung Schlüssel nicht möglich sein, könnte die Variente Doppelkindergarten bei der Kirche Umiken weiterverfolgt werden.