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Schule Brugg
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Sparmassnahmen Bildung ab 2016


  

Die Regierung hat sogenannte Entlastungsmassnahmen (Sparmassnahmen) ab 2016 angekündigt und beschlossen. Diese werden die Qualität der Bildung in der Primar- und Kindergartenstufe massiv treffen. Der seit drei Jahren mit der "Stärkung der Volksschule" aufgebaute Mehrwert wird von der Regierung Schritt für Schritt demoniert. Die Sicherheit im Kindergarten mit übergrossen Abteilungen wird gefährdet. Die Schule Brugg plant eine Informationsveranstaltung zu den Auswirkungen des Bildungsabbaus. Der Widerstand der Schule Brugg richtet sich nicht gegen das Sparen, aber es soll am richtigen Ort gespart werden.

Die Bevölkerung hat in den letzten Jahren bei diversen Abstimmungen bewiesen, dass sie bereit ist, für die Bildung der Jugend Finanzen zur Verfügung zu stellen. Nun sollen die erst in Kraft getretenen Verbesserungen bereits wieder abgebaut oder gestrichen werden. Nachdem bereits im letzten Jahr mit der „Leistungsanalyse“ das Angebot für die Schülerinnen und Schüler geschmälert und die Arbeitsbedingungen für die Lehrpersonen verschlechtert wurden, ist jetzt die Grenze des verantwortbaren Qualitätsabbaus erreicht.

Die Regierung des Kantons Aargau hat mit den „Entlastungsmassnahmen“ in der Bildung verschiedene Sparmassnahmen in Aussicht gestellt, welche zum Teil gravierende Auswirkungen auf den Schulbetrieb haben werden. Dass die Bildung einen Beitrag zum Sparen beitragen soll, wollen wir nicht in Frage stellen. Wir sind aber der Meinung, dass insbesondere drei Massnahmen Auswirkungen haben, die nicht verantwortet werden können, weil sie eine nicht abschätzbare Qualitätsminderung zur Folge haben.

  • Im Kindergarten bedeutet der Abbau der ungebundenen Lektionen, dass eine Lehrperson mit bis zu 25 vier- und fünfjährigen Kindern alleine im Unterricht ist. Die Schule Brugg kennt die zusätzlichen Herausforderungen, welche die Verschiebung des Stichtages und den damit verbundenen jüngeren Kindern bedeutet: Die Kinder brauchen eine intensive Betreuung. Aus der Erfahrung der letzten beiden Jahre weiss die Schule Brugg, dass es unverantwortlich ist, die Kindergarten-Lehrperson mit mehr als 20 Kindern alleine unterrichten zu lassen, weil die Aufsicht und damit die Sicherheit der Kinder nicht mehr garantiert werden kann.
  • Die Reduktion der sogenannt ungebundenen Lektionen an der Primarschule zieht eine erhebliche Verschlechterung der Unterrichtsqualität nach sich. Eine Teilung der Klasse in den Kernfächern wird kaum mehr möglich sein. Damit wird die individuelle Betreuung der Kinder erschwert und die Belastung der einzelnen Lehrperson weiter erhöht. Zudem wird es in den meisten Klassen nicht mehr möglich sein, ein Vollpensum zu unterrichten, was den Beruf noch unattraktiver macht. An vielen Orten werden Blockzeiten nur noch mit zusätzlicher Finanzierung durch die Gemeinden möglich sein.
  • Die Rahmenbedingungen für den DaZ-Unterricht sollen nach der letztjährigen Reduktion weiter verschlechtert werden. Die ungenügende Unterstützung der schwächsten Kinder gefährdet eine gelingende Integration in unser Schulsystem. Da die Sprachentwicklung alle anderen Kompetenzen beeinflusst, wird der Leistungsabbau in diesem Bereich vermehrt zu schulischen und sozialen Problemen führen. Kosten, die bei der Prävention eingespart werden, werden später in Form von Einzelförderungen wieder anfallen.

Wir bitten Sie, sich für eine gute Volksschule Aargau einzusetzen, damit unser wichtigstes Gut, eine gute Bildung unserer Kinder, gewährleistet bleibt.

Die Resolution gegen die Sparmassnahmen in der Bildung wurde insgesamt von 2'538 Personen unterschrieben.
Der Beitrag zu den Sparmassnahmen im Kindergarten, der als Film in der az zu sehen war, wurde insgesamt etwa 250'000mal (!!!) angeklickt. Das bedeutet ein Rekord seit Bestehen von az-online.

Zur Resolution gegen unverantwortbare Sparmassnahmen

Bericherstattung der AZ vom Donnerstag 06.11.2015