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Schule Brugg
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Schulwegsicherheit, ein Bericht der IG Verkehrssicherheit

Mittels einer umfassenden Schülerbefragung zur Schulwegsicherheit konnte die IG-Verkehrssicherheit Brugg eine fundierte Datenlage zum Mobilitätsverhalten der Brugger Kindergärtler und Primarschulkinder erstellen. So liegen nun detaillierte Angaben zur Begleitung, Wahl des Verkehrsmittels, genauen Schulwegrouten und zahlreichen Gefahrenmeldungen zu den Schulwegen vor.

Folgende Daten sind besonders erwähnenswert:

  • Die Rücklaufquote der Umfrage bei 605 Kindern betrug beachtliche 84%. Dabei wurden 454 Gefahrenstellen gemeldet.
  • Über ein Drittel aller Eltern war bereit, ihre E-Mail Adresse anzugeben, um die Ergebnisse dieser Befragung zu erhalten.
  • Es sind mittlerweile fast gleich viel Kindergärtler auf dem Schulweg in Begleitung von Erwachsenen unterwegs wie ohne. Als häufigsten Grund dafür geben die Eltern die Gefährlichkeit des Verkehrs an.
  • Der Anteil velofahrender Schüler ist auch in den oberen Primarschulklassen gering.
  • Die meisten Gefahrenmeldungen betreffen das Tempo des motorisierten Verkehrs sowie schwierige Strassenquerungen.
  • Die meistgenannten Strassen sind mit je 32-44 Meldungen die Habsburgerstrasse, die Laurstrasse, die Sommerhaldenstrasse sowie die Schöneggstrasse.

Daraus leiten wir folgende Kernaussagen ab:

  • Die hohe Rücklaufquote sowie die zahlreichen gemeldeten Gefahrenstellen zeigen die Relevanz des Themas für die Schülerinnen und Schüler.
  • Die grosse Anzahl erhaltener E-Mail-Adressen zeigt das Interesse und die Wichtigkeit für die Eltern.
  • Der hohe Anteil durch Erwachsene begleiteter Kindergärtler steht in Widerspruch mit dem verfassungsmässigen Anspruch auf einen zumutbaren Schulweg. Mit der Senkung des Alters der Kindergärtler in diesem Jahr wird die Thematik noch zusätzlich verschärft. Es ist daher möglichst schnell eine fehlertolerante, sichere Verkehrsinfrastruktur bereit zu stellen.
  • Durch die Schaffung von Tempo 30 und Begegnungszonen sowie übersichtlichen, gut beleuchteten Querungen in den Schul- und Wohnquartieren können zahlreiche der gemeldeten Gefahrenstellen entschärft werden.
  • Ein lückenloses und durchgehend sicheres Fuss- und Radwegnetz erlaubt es Kindern, sich in der Freizeit und auf dem Schulweg selbstständig zu bewegen und dient so ihrer motorischen und sozialen Entwicklung.
  • Nebst einer besseren Verkehrsinfrastruktur ist auch eine praxisbezogene Verkehrserziehung unabdingbar. Dabei sind nebst der Lehrerschaft und Verkehrspolizei auch die Eltern stärker einzubeziehen. In Kindergarten und Unterstufe soll das Schwergewicht auf das Kind als Fussgänger und in der Mittelstufe auf das Kind als Velofahrer gelegt werden.
  • Auf dem Weg zum motorisierten Verkehrsteilnehmer sollen die Schüler einen guten Verkehrssinn entwickeln. Dies ist nur möglich, wenn sie zuerst als Fussgänger und später als Velofahrer regelmässig Erfahrungen sammeln. Damit jeder Mittelstufenschüler ein kompetenter Velofahrer wird, sind Fördermassnahmen seitens der Schule notwendig in Kooperation mit den Eltern.
PDF Icon   --> Zum ausführlichen Bericht der IG Verkehrssicherheit